Lebensqualität mit Diabetes

Die Ernährung

Allgemeines zur Gewichtsreduktion

Auf zuviel Zucker verzichten...Eine der Therapiemöglichkeiten des Diabetes ist die Gewichtsreduktion. Bereits 3 bis 5 Kilogamm Gewichtsverlust können beim TypII-Diabetiker den Verzicht auf eine Tabletten- bzw. Insulintherapie möglich machen. Hierbei kommt es auf eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt an. An erster Stelle steht dabei die Einsparung von Fett bei der Nahrungsaufnahme. Es sollte sowohl auf den Fettgehalt der einzelnen Nahrungsmittel, als auch auf die Einsparung von Fett bei der Zubereitung geachtet werden.

Vermeiden Sie Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel, da diese zu einem schnellen und hohen Blutzuckeranstieg führen. Verteilen Sie die Kohlenhydrate auf 6 kleine Mahlzeiten pro Tag. Wichtig ist, eine bewußte Auswahl an Lebensmitteln zu treffen, die Sie mit den richtigen Kohlenhydraten versorgt. So sollten Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nudeln, Reis, Kartoffeln, frisches Obst und fettarme Milchprodukte einen festen Platz in Ihrer Ernährung haben. Nutzen Sie die Vielfalt des Lebensmittelangebotes, aber achten Sie auf die Mengen. Frische Kräuter und Gewürze geben Ihren Speisen den richtigen Geschmack. Wählen Sie eine Garmethode, die eine schonende und fettarme Zubereitung ermöglicht. Geeignet hierfür sind z.B. Römertopf, beschichtete Pfannen oder garen in Folie.

Speziell für Diabetiker angefertigte Produkte sind nicht notwendig. Die Ernährung, die Ihnen als Diabetiker zur Gesunderhaltung dient, ist auch für Ihre Familie und Freunde empfehlenswert. Wenn Sie möchten, können Sie jedoch wie viele, die auf Ihr Gewicht achten, kalorienfrei mit Süßstoff süßen.

Vergessen Sie nicht, in regelmäßigen Abständen Ihr Körpergewicht (z.B. einmal pro Woche) zu überprüfen. Es ist ein wichtiges Ziel, ein Gewicht zu erreichen oder zu halten, welches Ihnen ermöglicht lange leistungsfähig und beweglich zu bleiben. Nutzen Sie auch die Möglichkeit Ihren Blutzucker selbst zu kontrollieren, so können Sie sehen, ob noch Verbesserungen bei der Ernährung notwendig sind.

Ernährung für Diabetiker, die Insulin spritzen

Diabetiker, die Insulin spritzen müssen zusätzlich den Kohlenhydratgehalt der einzelnen Lebensmittel beachten. Hierbei können Kohlenhydrattabellen hilfreich sein. Um die Abstimmung der Insulindosis mit der Mahlzeit zu erleichtern, sollten die Kohlenhydratportionen überschaubar gewählt werden. Zu Beginn werden Sie die Portionen vielleicht abwiegen, doch schon bald werden Sie Ihr Augenmaß so trainiert haben, daß Sie die Portionen richtig schätzen können. Küchenmaße z.B. Tassen, Gläser, Löffel u.s.w., vereinfachen das Einschätzen der richtigen Mengen. 1KH (BE/KHE) erhöht den Blutzucker um circa 35-55 mg/dl Blut und für 1KH-Portion werden im Durchschnitt 0,5-3,0 Einheiten Normalinsulin benötigt.

Um eventuelle Unterzuckerung rasch behandeln zu können, ist es ratsam jederzeit Not-Kohlenhydrate (Traubenzucker, Obst evtl. süßen Saft) greifbar zu haben. Ungewohnte starke körperliche Betätigung erfordert meist zusätzlichen Kohlenhydratverzehr, damit keine Unterzuckerung auftritt.

Besonderheiten

Alkoholische Getränke sollten, wie bei der übrigen Bevölkerung, gering sein. Achten Sie darauf, dass Sie es wirklich bei einem oder zwei Glas Wein oder Bier belassen (falls vom Arzt nicht völlig untersagt). Trinken Sie Alkoholisches nur zu einer Mahlzeit. Als Diabetiker, der Insulin spritzt oder Sulfonylharnstofftabletten einnimmt, riskieren Sie sonst eine nicht immer kontrollierbare Unterzuckerung.

Bei erhöhten Blutfettwerten bzw. erhöhten Blutdruckwerten, benötigen Sie grundsätzlich keine andere Ernährung als schon beschrieben, jedoch ist es noch wichtiger Übergewicht abzubauen und eine fettarme Kost zu wählen. Die Zufuhr von Kochsalz sollte 6g/Tag nicht überschreiten, eine Reduzierung auf 3g/Tag kann schon helfen den Blutdruck zu senken.

Hautpflege und Diabetes

Fusspflege bei DiabetesViele Diabetiker leiden unter trockener Haut, verbunden mit starkem Juckreiz. Dem kann durch geeignete Pflegeprodukte entgegengewirkt werden. Besonders geeignet sind Produkte mit feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften, wie die Produktpalette "Eucerin trockene Haut" oder "Roche Posay".

Um die Folgeerkrankung des diabetischen Fußes zu vermeiden, sollte der richtigen Fußpflege besondere Aufmerksamkeit zukommen. Dazu hier einige Tipps und die Anleitung zur Fußgymnastik.

Tipps zur Fußpflege bei Diabetes
  • Kürzen Sie Ihre Fußnägel mit einer Nagelfeile.
    Scheren und andere spitze Gegenstände sind nicht geeignet, da sie Verletzungen hervorrufen können.
  • Starke Verhornungen nur mit einer Hornhautfeile oder Bimsstein entfernen.
    Hobel, Messer und andere scharfe Gegenstände sind nicht geeignet.
  • Waschen Sie Ihre Füße täglich und trocknen Sie sie gründlich, auch zwischen den Zehen ab.
    Badewassertemperatur mit einem Thermometer kontrollieren, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Verwenden Sie eine geeignete Fußcreme, um Verhornungen zu vermeiden.
    Nicht zwischen den Zehen cremen, damit kein Fußpilz entsteht.
  • Bei kalten Füßen Bettsocken tragen und regelmäßig Fußgymnastik machen.
    Benutzen Sie keine Wärmflaschen, Heizkissen oder Heizdecken, da Verbrennungen meist nicht bemerkt werden.
  • Tragen Sie bequemes Schuhwerk, mit weicher Innensohle und ohne Nähte, die drücken können.
    Vermeiden Sie hartes Oberleder und zu enges Schuhwerk.

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